Was ist eine Tagesklinik?
Unsere Tageskliniken stellen eine wichtige Ergänzung zur vollstationären Behandlung dar. Manche Patienten benötigen keine vollstationäre Betreuung, sonder profitieren davon, in ihrem Umfeld zu bleiben und nur tagsüber zur Therapie zu gehen. Die Behandlung ist vergleichbar intensiv wie eine vollstationäre Therapie mit Psychotherapie, Ergo- und Kreativtherapien, Gruppengesprächen, Soziotherapie und medikamentöser Behandlung. Eine Tagesklinik stellt für Patienten ein Bindeglied zwischen stationärer und ambulanter Behandlung dar, wenn diese nach einer vollstationären Zeit nicht mehr eine Nachtwache und andere Leistungen eines Krankenhauses benötigen, jedoch noch mehr Therapie brauchen, als dies im ambulanten Bereich zu leisten ist. Eine tagesklinische Behandlung kann auch sinnvoll sein, wenn eine Neuorientierung oder der Aufbau einer neuen Tagesstruktur notwendig ist. Im Grunde geht der Patient morgen zur Therapie wie andere zur Arbeit. Außerhalb der Therapiezeiten (zwischen 8:00 Uhr und 16: 30 Uhr) versorgt er sich selbst!
In der allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik in der Ringelbachstraße 221/1 werden 26 Patientinnen oder Patienten behandelt. Das therapeutische Angebot beinhaltet Einzel- und Gruppengespräche, Bewegungsangebote sowie Ergo- und Bewegungstherapie. Musik- und Reittherapie werden angeboten. Hier werden Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungsbildern behandelt, wie Depressionen, Psychosererkrankungen, Borderline- Störungen, Menschen nach Traumatisierungen und mit „Persönlichkeitsstörungen“, Störungen der Selbst- und Fremdwahrnehmung, die oft in dysfuktionale Interaktionsmuster münden.
Die Tagesklinik für ältere Menschen im Heinrich-Landerer-Haus (Oberlinstraße 16) bietet für 8 Patientinnen und Patienten ein vergleichbares therapeutisches Angebot, das die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt, die aus dem Berufsleben ausscheiden, Neuorientierung bewältigen müssen und oft auch Verluste zu betrauern haben. Dementsprechend steht die Behandlung von Menschen mit Depressionen im Vordergrund. Neben einer umfassenden Diagnostik in der Eingangsphase werden in den Therapien Einzel,- Visiten- und Gruppengespräche angeboten, Kreativtherapien, Ergo- und Bewegungstherapie so wie praktische Unterstützung in der Alltagsbewältigung, sozialdienstliche Beratung und Angehörigengespräche sowie eine individuell angepasste medikamentöse Behandlung.
Für Patienten, die wegen einer Abhängigkeitserkrankung ambulante oder tagesklinische Hilfe suchen, möchten wir auf das
Suchttherapiezentum des ZfP in der Kaiserstrasse verweisen.


