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Patientenfürsprecher

Mein Name ist Klaus Decker, ich bin als Patientenfürsprecher für psychisch Kranke Menschen und ihre Angehörigen im Landkreis Reutlingen tätig.

Meine Bestellung erfolgte nach der entsprechenden Konzeption des Landes Baden Württemberg durch das Landratsamt in Absprache mit dem Arbeitskreis Psychiatrie. Mein Arbeitsbereich ist die gesamte ambulante und stationäre Versorgung durch psychiatrische Dienste. Neben Sprechstunden in den Klinken besteht die Möglichkeit der telefonischen Kontaktaufnahme über einen Anrufbeantworter unter der Rufnummer 07121/384015. In den Einrichtungen wird zudem durch Poster und Flyer meine persönliche Telefonnummer bekannt gegeben.

Stichwort Patientenfürsprecher:
Steht Fürsprache nicht für Bevormundung, von der psychisch kranke Menschen die Nase voll haben?

Betroffene - ob Patienten oder Angehörige -, die leidvolle Erfahrungen mit Krankheit und Psychiatrie gesammelt haben, wissen ziemlich genau, was ihnen gut tut und welche Ziele sie im eigenen Interesse oder im Interesse ihnen nahe stehender Menschen wahrnehmen wollen. Sie brauchen keine Fürsprache, sondern einen Vertrauensanwalt, der ich nicht sein kann und auch nicht sein will.

Es gibt aber unzweifelhaft - bedingt durch die Krankheit oder durch mangelnde Erfahrung oder Unkenntnis über die Situation in der Psychiatrie - Patienten und Angehörige, die Informationen, Beratung, Aussprache oder Hilfe bei der Durchsetzung ihrer Rechte im Beschwerdefall suchen und sich ein Sprachrohr wünschen.

Für diesen Personenkreis möchte ich Ansprechpartner und - wo nötig - Fürsprecher sein.

Über den individuellen Rahmen hinaus ist es nach der Patientenfürsprecher-Konzeption des Landes Baden Württemberg meine Aufgabe, typische Konfliktsituationen festzuhalten und Problemlösungen genereller Art an verantwortlicher Stelle, innerhalb und außerhalb der Institutionen, anzumahnen.

Hilfreich ist dabei meine Mitarbeit in den Gremien der Sozialpsychiatrie auf örtlicher und landesweiter Ebene.

Der Patientenfürsprecher ist keine externe Kontrollinstanz mit Anordnungs- und Entscheidungsbefugnis. Meine Arbeit für Patienten und ihre Angehörigen kann daher nur gelingen, wenn die Mitarbeiter im stationären und ambulanten Bereich diese Beratungs-, Aussprache- und Beschwerdeinstanz innerlich mittragen und bewusst in ihrer therapeutischen Arbeit nutzen. Für diese Zusammenarbeit zu werben, ist Daueraufgabe und wird unmittelbar von mir oder über die ärztlich/ pflegerischen Ansprechpartner auf allen Ebenen wahrgenommen.