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Allgemeines
Die Standardisierung der
Pflege:
Alle Stationen arbeiten eng
nach Pflegestandards/ Pflegerichtlinien. Der Sinn davon ist,
die Pflege einheitlich und ganzheitlich zu gestalten, Sicherheit
zu geben für die Pflegenden, aber auch für die Patienten.
Dadurch ist Pflege auf einem hohen Niveau möglich, Leistungen
und Qualität können besser beurteilt werden.
Die Pflege wird aber auch vereinfacht, da die Pflegeplanungen
häufig wiederkehrender Pflegeprobleme durch die Standardisierung
nicht immer neu formuliert werden müssen.
Dies hat sich in den Zentren fr Psychiatrie in Bad
Schussenried, Weissenau und Zwiefalten, sowie in den
psychiatrischen Einrichtungen in Tübingen und Nürtingen schon
jahrelang bewusst.
Die Standards / Richtlinien dieser Einrichtungen und die Eigenen
werden regelmäßig von einem Arbeitskreis des PP.rt an die
individuellen Bedürfnisse und Ansichten angepasst, aktualisiert
und ergänzt.
Des Weiteren richten sich die Stationen nach den Pflegediagnosen
nach Nanda.
Die Pflegestandards sind:
1.7 Pflegeanamnese
1.8 Aufnahme eines Patienten
1.9 Einführung eines Patienten auf Station
1.10 Verlegung eines Patienten innerhalb des Hauses
1.11 Entlassung eines Patienten
3.6 Umgang mit aggressiven Patienten
Die Pflegeanamnese und Pflegeplanung:
Nachdem 1990 die
Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV) herauskam, die besagt,
dass der Personalbedarf einer Station mit Hilfe von
Minutenwerten für die einzelnen Pflegemaßnahmen festgelegt wird,
wurden Pflegeplanungen erforderlich. Davon abgesehen, verbessern
gezielte, spezielle Pflegeplanung sowie Pflegestandards die
Qualität der Pflege.
Die Pflegeanamnese ist laut Definition des Pschyrembel die
Informationssammlung über den Patienten, die als Grundlage für
die Pflegeplanung dient. Sie umfasst:
Die Personalien
Die Diagnose und Therapie sowie die entsprechenden
Verordnungen
Den körperlichen Zustand
Die individuellen Bedürfnisse des Patienten, seiner
Angehörigen bzw. Freunde
Das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit
Die Fähigkeit zur Mitarbeit
Die ATLs - Aktivitäten des täglichen Lebens:
Die Pflegeanamnese wird auch mit Hilfe der
ATLs erstellt.
Die ATLs sind:
Ruhen und schlafen:
Anpassung an den 24-Stunden-Rhythmus im Gleichgewicht von Wachen
und Schlafen.
Sich bewegen:
Aufrechterhaltung des Tonusgleichgewichts von Bewegung und
Statik.
Sich waschen und kleiden:
Verantwortung und Unabhängigkeit für die persönliche Pflege.
Essen und trinken:
Aufrechterhaltung von genügender Nahrungs- und
Flüssigkeitsaufnahme
Ausscheiden:
Regulierung des Ausscheidungsvorganges und Kontrolle der
Ausscheidung.
Regulieren der Körpertemperatur:
Erhaltung der Wärme-Kälte-Regulation.
Atmen:
Aufrechterhaltung der Luftzufuhr (Sauerstoff) und der
Kohlensäureabgabe.
Fr Sicherheit sorgen:
Verhüten von Risiken, Gefahren und Schäden.
Raum und Zeit gestalten, sich beschäftigen:
Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen Aktivität und
Passivität zwischen Arbeit und Muße, Beziehung zur Umwelt.
Kommunizieren:
Steuerung des Gleichgewichts zwischen Individualität und
Sozialität, Rückzug und Interaktion, Selbstbeziehung und
Fremdbeziehung.
Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen:
Selbstwerdung, Selbsttranszendenz, Sterben, Bewältigung von
Lebens- und Entwicklungsprozessen, umgehen können mit Grenzen,
reifen entsprechend der konstitutionellen und individuellen
Veranlagung, Bezug zur Religion.
Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten:
Aufrechterhaltung der menschlichen Fortpflanzung und des
Gleichgewichts zwischen männlichen und weiblichen Lebensbezügen.
Durch die Auswertung der Pflegeanamnese werden dann meist vom
Bezugspfleger die Pflegeplanungen im elektronischen
Dokumentationssystem Medicare gemacht. In den meisten Fällen
werden die Planungen durch die Pflegestandards vereinheitlicht.
Das Medicare:
In der PP.rt wird die Dokumentation
zweigleisig geführt. Einerseits wird das altbekannte
Hinz-System[MSOffice1] genutzt, auf der anderen Seite arbeitet
PP.rt zukunftsorientiert, indem ein elektronisches
Dokumentationssystem genutzt wird. Ein Vorteil davon ist, dass
die unterschiedlichen Berufsgruppen dadurch sehr viel einfacher
und schneller Informationen über den Patienten austauschen
können.
In Medicare wird bisher folgendes
dokumentiert:
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Die Aufnahme nach
Standard mit Aufnahmebericht |
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In jeder Schicht wird ein
Pflegebericht verfasst (die Beobachtungen, der Verlauf) |
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Die Vitalwerte |
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Die Pflegeplanungen,
deren Durchführung der Maßnahmen und die Beobachtungen über
den Erfolg / Misserfolg dieser geplanten Pflege |
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Visitenbesprechungen |
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Externe sowie interne
Termine des Patienten |
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Die Abwesenheit sowie die
Beurlaubung des Patienten |
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Die ärztliche
Dokumentation |
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Die Dokumentation der
einzelnen Therapeuten (Ergo-, Bewegungstherapeuten,
Sozialdienst,) |
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Interne Verlegungen |
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Entlassungen |
Für die Zukunft ist geplant, vollständig auf Medicare umzusteigen. |
Das Bezugspflegesystem:
Die Stationen des PP.rt arbeiten nach dem
Bezugspflegesystem. Das hei?, dem Patienten wird eine
Pflegekraft zugeteilt, so dass der Patient dann einen festen
Ansprechpartner hat.
Die Aufgaben des Bezugspflegers:
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Wenn möglich, bei dem
Aufnahmegespräch mit dem Arzt anwesend zu sein |
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Das Sammeln von
patientenbezogenen Informationen |
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Die Erstellung von
Pflegeplanungen / Pflegepl?n[MSOffice3] , deren
Durchführung, wenn möglich nach Pflegestandards, und die
Beurteilung vom Fortschritt oder Erfolg der Planung |
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Der regelmäßige Kontakt
zum Patienten in Form von Einzelgesprächen, gemeinsamen
Aktivitäten. |
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Der Kontakt zu
Angehörigen, der Wohngruppe, dem SPDi. |
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Die Teilnahme und evtl.
die Planung von Familien- oder Partnergesprächen |
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Die Begleitung des
Patienten zu externen Arztterminen, dem Probewohnen,
Vorstellungsterminen in anderen Einrichtungen. |
Wenn der Bezugspfleger nicht
im Dienst ist, übernimmt ein anderer Mitarbeiter seine
Aufgaben. Dies wird dem Patienten mitgeteilt |
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