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Mahnwache Ukraine-Krieg

Gegen den Krieg, für den Frieden

Zwiefalten/Reutlingen (zfp). In Zwiefalten und Reutlingen versammelten sich insgesamt rund 300 Mitarbeitende des Zentrums für Psychiatrie Südwürttemberg (ZfP) und dessen Tochterunternehmen PP.rt zu Mahnwachen, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden. 

Die Vögel zwitschern und auf der Straße rauscht der Verkehr vorbei. Mitten im geschäftigen, lauten Alltag ist das Zeichen, das ZfP-Mitarbeitende, aber auch einige Patient:innen und deren Angehörige setzen, umso wirkungsvoller: Mit minutenlanger Stille und in wenigen, aber sehr deutlichen Worten bringen sie ihre Erschütterung über den Angriff auf die Ukraine und ihre Solidarität mit den Menschen im Kriegsgebiet zum Ausdruck. 

Ein junger Mann kniet nieder, eine Gruppe hat Flaggen in den Nationalfarben der Ukraine mitgebracht: Die Betroffenheit und Anteilnahme der rund 200 Menschen, die sich vor der Pforte des ZfP in Zwiefalten versammelt haben, ist sicht- und spürbar. „Wir sind hier zusammengekommen, weil etwas geschehen ist, das wir uns nicht mehr vorstellen konnten: Es herrscht Krieg in Europa.“ So leitete Prof. Dr. Gerhard Längle, Regionaldirektor Alb-Neckar, seine kurze Rede ein, in der er vor allem die Verbundenheit mit den Leidtragen dieses Kriegs zum Ausdruck brachte - den Menschen in der Ukraine, aber auch der Zivilbevölkerung in Russland. „Wir haben Kolleg:innen aus beiden Ländern hier in Zwiefalten und wir bangen und fühlen mit ihnen.“ In Abstimmung mit aus der Ukraine stammenden Kolleg:innen sowie den deutsch-polnischen und deutsch-ukrainischen psychiatrischen Fachgesellschaften wolle man in den kommenden Tagen und Wochen über die Möglichkeiten der Hilfe nachdenken. Regionaldirektor Dieter Haug beendete das 15-minütige Schweigen, das er als „Zeichen der Solidarität, des Zusammen- und Beistehens“ bezeichnete. Auf dem Gelände der PP.rt Reutlingen, einem Tochterunternehmen des ZfP, versammelten sich zeitgleich rund 80 Mitarbeitende. Dort richtete Dr. Frank Schwärzler, Ärztlicher Direktor, das Wort an die Versammelten. Auch er betonte: "Wir werden der Fassungslosigkeit Solidarität und konkrete Hilfen entgegensetzen." Pflegedirektor Uwe Armbruster beschloss die Versammlung mit einem altirischen Segenswunsch.