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Architekt Jochen Schmid (Mitte), Rainer Kluza und Prof. Dr. Gerhard Längle, beide Geschäftsführer der PP.rt, bei der symbolischen Schlüsselübergabe.

Moderne Psychiatrie in freundlichen Räumen

Mit herzlichen Worten und zahlreichen Glückwünschen von Seiten der Landesregierung, des Landkreises und der Stadt Reutlingen sowie den Gesellschaftern BruderhausDiakonie und ZfP Südwürttemberg wurde das neue Tagesklinik- und Ambulanzzentrum der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik eröffnet. Die PP.rt bietet an ihrem neuen Standort in der Lindachstraße eine zentrale Anlaufstelle für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

„Ein wunderschönes, sehr warmes Haus“. Diesen Kommentar hörten die Geschäftsführer der PP.rt, die zur Eröffnungsfeier geladen hatten, von vielen Seiten. Alle Gäste lobten die helle und freundliche Gestaltung des Gebäudes, die warmen Farben und die außergewöhnliche Architektur. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier hatten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, der Stadt Reutlingen, der Krankenkassen sowie weitere Interessierte, die das Projekt unterstützt hatten, Gelegenheit, den Neubau zu besichtigen.

Die Geschäftsführung der PP.rt, Prof. Dr. Gerhard Längle und Rainer Kluza, nutzten diese Gelegenheit, um sich umfassend bei allen Förderern und Unterstützern zu bedanken. Kluza richtete diesen Dank insbesondere an Sozialminister Manfred Lucha, der sich für eine Förderung in Höhe von 7,75 Millionen Euro eingesetzt hatte. Lucha griff dies in seiner Rede auf. Die Unterstützung sei ein Zeichen dafür, wie wichtig die Versorgung psychisch kranker Menschen ist. „Es ist wichtig, psychisch kranke Menschen nicht auszugrenzen. Ich freue mich darüber, dass dies in Baden-Württemberg gut gelingt und die Versorgung der Betroffenen durch das Engagement der PP.rt sowie der beiden Gesellschafter stets weiter entwickelt wird“, betonte der Sozialminister.

Die Bedeutung des Projekts und dessen Beitrag zur Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung in der Region betonte auch Landrat Thomas Reumann. Das Konzept der Bündelung tagesklinischer und ambulanter Angebote unter einem Dach sei eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Versorgung gemeinsam mit den Partnern in der Region.

Auch für die Stadt Reutlingen sei das neue Gebäude in der Lindachstraße ein Gewinn, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. „Die gemeinsame Suche nach einem Bauplatz hat sich gelohnt: Wir konnten nicht nur eine äußerst günstige Lage finden, sondern auch städtebaulich eine Lücke schließen“. Die PP.rt hieß sie herzlich an dieser Stelle willkommen und wünschte gutes Gelingen.

Die gute Lage betonte auch Andreas Lingk, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der PP.rt. Er führte diesen Gedanken weiter aus: „Das EchTAZ ist ein Teil der Strategie von BruderhausDiakonie und ZfP Südwürttemberg. Hier finden psychisch kranke Menschen eine gemeindenahe und sektorenübergreifende Unterstützung.“

Geschäftsführer Prof. Dr. Gehard Längle stellt schließlich die inhaltliche Ausgestaltung der Arbeit des EchTAZ vor. Das EchTAZ sei nicht nur eine zentrale und gut erreichbare Anlaufstelle. „Bisher waren unsere Angebote auf insgesamt sechs Standorte in Reutlingen verteilt. Die Bündelung unter einem Dach ermöglicht eine noch größere Vielfalt an Angeboten, die gemeinsam genutzt werden können, sowie schnellere und engere Absprachen.“ Die räumliche Nähe zum Dietrich-Bonhoeffer-Haus, in dem sich weiterhin ein Teil der Verwaltung sowie die stationären Einrichtungen befinden, ermöglicht zusätzlich eine gut abgestimmte Behandlung in der Intensität, die die Betroffenen benötigen.

Da erstmals auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Reutlingen angesiedelt ist, richtete auch Dr. Tobias Renner, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Tübingen, ein paar Worte an die Gäste. Die UKT hat tagesklinische sowie ambulante Behandlungsplätze in das EchTAZ verlagert. „Wir freuen uns, den Kindern und Jugendlichen nun vor Ort ein Versorgungsangebot vorhalten zu können“.

Nikolaus Schneider, kaufmännischer Geschäftsführer der PP.rt, hatte den Bau federführend begleitet und bedankte sich bei der Stadt Reutlingen für die gute Zusammenarbeit und die sehr schnelle Abwicklung. Dankende Worte richtete er auch an die Handwerksbetriebe, die großartige Arbeit geleistet haben, und schließlich auch an das Architekturbüro Hartmaier + Partner, das den Bau geplant und umgesetzt hatte. Architekt Jochen Schmid schloss sich diesen Worten an und betonte ebenfalls die gute Zusammenarbeit. „Wir dachten, wir würden uns noch weiterhin treffen, um nun, nach der Fertigstellung, noch die Mängel zu beseitigen - aber es gibt keine“, berichtete er mit einem Lächeln. Das Gebäude solle zur Gesundung beitragen, dieser Gedanke sei stets in die Planung und Gestaltung eingeflossen. Helle und freundliche Farben und viel Licht sollen dazu beitragen, dass sich die Patientinnen und Patienten hier wohl fühlen. So ist auf einer Grundfläche eines Fußballfeldes ein Gebäude entstanden, in dem alle Zimmer, bis auf Abstellräume und einige Sanitärräume, mit großen Fensterflächen ausgestattet sind. Sogar die Sporthalle im Untergeschoss.


Information
Das neue Tagesklinik- und Ambulanzzentrum bietet auf rund 7000 Quadratmetern künftig Raum für 7 spezialisierte Tageskliniken mit den zugehörigen psychiatrischen Institutsambulanzen. Psychisch kranke Menschen finden hier künftig Unterstützung in den Bereichen Allgemeinpsychiatrie, Depression, Suchterkrankungen, Alterspsychiatrie und Psychosomatik. Auch für Menschen mit Migrationsintergrund gibt es ein spezialisiertes Angebot. Hinzu kommen die Tagesklinik sowie die Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik Tübingen.